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Qualität & Sicherheit | 13.02.2026

Gold für die Händehygiene

Seit zwei Jahren beobachtet und dokumentiert das Team der Klinikhygiene unter Leitung von Dr. Johanna Lerner systematisch die Händehygiene in allen Fachbereichen des Rotkreuzklinikums München. „5.743 sogenannte Compliance-Beobachtungen haben wir in diesem Zeitraum durchgeführt“, berichtet Hygienefachkraft Marianne Schöller. Diese direkte Beobachtung während der täglichen Arbeit gilt als sehr effektives Mittel, um das Händedesinfektionsverhalten der Mitarbeitenden zu ermitteln, zu analysieren und zu verbessern. Für dieses Engagement rund um die Händehygiene hat das Team des RKM das Gold-Zertifikat der Aktion Saubere Hände erhalten.

„Die Hände sind die Nummer 1 bei der Übertragung von Krankheitserregern. Deshalb ist die Händehygiene die Basis jeder Infektionsprävention.“, erklärt die leitende Krankenhaushygienikerin Dr. Lerner. 3 bis 5 ml Desinfektionsmittel sollen dabei 30 Sekunden in den Händen verrieben werden. In der Reihenfolge Handflächen, Handrücken, Fingerzwischenräume, Fingeraußenseiten, Daumen und zuletzt die Fingerkuppen. Diese hygienische Händedesinfektion reduziert Mikroorganismen und verhindert effektiv die Übertragung von Krankheitserregern.

Um das Gold-Zertifikat zu erlangen, sind zudem ein regelmäßiger Hygiene-Aktionstag und kontinuierliche Rückmeldungen an Medizin und Pflege über die Entwicklungen nötig. Eine weitere Voraussetzung ist ein fester Tagesordnungspunkt Händehygiene in der turnusmäßigen Hygienekommission, denn dort werden auch erforderliche kostenpflichtige Maßnahmen wie z.B. Aufstellung zusätzlicher Händedesinfektionsmittelspender besprochen und umgesetzt. Der Gesamtverbrauch an Händedesinfektionsmittel fließt ebenso mit ein. Er lag 2024 bei 734,5 Litern! „Wir sind unglaublich stolz, dass wir auf Anhieb die höchste Stufe, das Gold-Zertifikat, erhalten haben“, sagt Dr. Lerner. Diese Auszeichnung war nur dank des Engagements des Hygiene-Teams sowie aller Berufsgruppen des Rotkreuzklinikums möglich. „Von den medizinischen Fachabteilungen bis hin zu den unterstützenden Bereichen, vom OP über die Physiotherapie bis zum Reinigungsdienst, alle leisten tagtäglich ihren Beitrag zur effizienten Händehygiene.“ Als Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie weiß sie, dass damit nicht nur das Klinikpersonal, sondern auch vor allem die Patientinnen und Patienten vor der Übertragung von Keimen geschützt wird.

Die Aktion Saubere Hände ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion von medizinischem Personal in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Träger der Kampagne sind das Nationale Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ) und das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS).

Mit dem Gold-Zertifikat zählt das Rotkreuzklinikum München zu den wenigen ausgezeichneten Kliniken in Bayern. Lediglich rund zwei Dutzend von den etwa 360 bayerischen Krankenhäuser können diesen hohen Standard vorweisen. „Unser umfassendes Hygienemanagement hat ein vorrangiges Ziel: höchstmögliche Patientensicherheit“, versichert Dr. Lerner und weist bereits jetzt auf den nächsten Hygienetag am 5. März 2026 hin. 

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