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Meldung aus dem Klinikum | 25.03.2026

Herzkissen-Café als Dank für genähten Trost

Irmgard Burger ist Rotkreuzschwester und Frauenbund-Frau mit Leib und Seele. Auf ihre Initiative geht es zurück, dass jede Brustkrebs-Patientin der „Taxisklinik“ ein handgenähtes Herzkissen erhält. Rund 1.200 solcher Kissen nähen die Ehrenamtlichen des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) seit 2018 für die Frauenklinik des Rotkreuzklinikum München. Zum Dank für dieses großartige Engagement lädt die Schwesternschaft München gemeinsam mit dem Klinikum jährlich zum Herzkissen-Café.

Für Caroline Vogt ist diese Einladung im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzensangelegenheit. „Mit ihrer Arbeit schenken sie rezeptfrei Wärme, Mitgefühl und Trost“, so die Vorstandsvorsitzende der Schwesternschaft München vom BRK e.V. in ihrer Ansprache. „Ihr Ehrenamt kommt allen Betroffenen zugute  ̶  ungeachtet von Religion, Herkunft oder sozialer Stellung“, zog sie eine Parallele zu den Grundsätzen der Rotkreuz-Schwesternschaft und dankte Burger und allen Anwesenden für ihren Einsatz. Der Anerkennung für eine Aktion von Frauen für Frauen in einer schwierigen Phase schloss sich Pflegedienstleitung Carola Riedl an.

Tanja Pichlmeier, kommissarische Landesvorsitzende des KDFB und ihre Stellvertreterin Sabine Slawik erinnerten an die unfassbare Anzahl von 10.000 Brustkrebs-Neuerkrankungen jährlich in Deutschland. Die Herzkissen tragen dazu bei, Schmerzen und Spannungen nach dem chirurgischen Eingriff zu minimieren sowie größere Schwellungen unter dem Arm zu lindern. Ursprünglich stammt die Idee aus den USA und wurde von der dänischen Pflegefachfrau Nancy Friis-Jensen nach Europa gebracht. Nicht selten sind die farbenfrohen Kissen zudem ein Trostpflaster.

Die Leitende Oberärztin Dr. Anne Andrulat ging in ihrem Kurzvortrag auf die Entstehung von Brustkrebs ein und betonte, dass keine Betroffene persönliche Schuld an ihrer Erkrankung trage. Das Risiko der Entartung bei der millionenfach täglich stattfindenden Zellteilung steige mit dem Alter und sei nahezu unvermeidbar. Die Brustkrebsexpertin und erfahrene Operateurin sieht die Herzkissen „immer an der Frau“. Sie ist überzeugt: „Sie machen einen Unterschied.“ Dr. Heidelinde Falk schätzt die Herzkissen ebenfalls als positiven Begleitfaktor im Therapieprozess. „Die Patientinnen fühlen sich gesehen. Sie stärken und entwickeln, u.a. unterstützt durch das Team der Psychoonkologie, ihre psychische Widerstandskraft, auch Resilienz genannt, um besser mit den psychischen und körperlichen Belastungen umgehen zu können.“ Prof. Dr. Michael Braun hat seine anfängliche Skepsis hinsichtlich mittlerweile revidiert. „Ich bin jetzt komplett überzeugt von den Herzkissen. Bitte weiter so!“, lobte der Chefarzt der Gynäkologie die anwesenden Herzkissen-Näherinnen für das von der Gesellschaft dringend benötigte soziale Engagement.

Projektinitiatorin und Rotkreuzschwester Burger freut diese positive Resonanz. Sie berichtete, dass inzwischen neben den Herzkissen auch Redontaschen, Tastsäckchen und Stoffbälle genäht werden. Die Taschen dienen dazu, die Redonflaschen, die einige Tage nach der Operation das Wundsekret nach außen ableiten, sicher zu verstauen. Die Tastsäckchen und Stoffbälle kommen sowohl bei Demenzpatienten als auch bei der Ergotherapie und beim Yoga zum Einsatz. Burger stimmt mit der Vorstandsvorsitzenden Vogt überein: "Frauenbund-Frauen und Rotkreuzschwestern sind eine sehr, sehr gute Kombination."

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