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Gesundheit & Medizin | 09.03.2017

Diagnose in der Muttersprache

Medizinische Sachverhalte können manchmal sehr komplex sein. Daher ist es wichtig, dass Patienten diese auch genau verstehen, und zwar am besten in ihrer Muttersprache. Aus diesem Grund bieten wir seit zwei Jahren jeden Mittwoch von 12 bis 15 Uhr eine Internationale Sprechstunde in der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie an. Patienten, die unsicher in der deutschen Sprache sind, können sich durch unsere Mitarbeiter in der Sprechstunde auf Serbisch, Kroatisch, Bosnisch, Französisch, Englisch und Farsi ohne Dolmetscher beraten und behandeln lassen.

Ich habe es als Arzt schon mehrfach erlebt, dass Menschen sich bei Schmerzen nicht untersuchen ließen, weil sie sich auf Deutsch nicht richtig artikulieren konnten. Die Sprachbarriere ist daher oftmals ein Hindernis. Unsere Internationale Sprechstunde für die Allgemein- und Viszeralchirurgie wird daher sehr gut und dankbar angenommen.

Im Rotkreuzklinikum München gibt es zahlreiche Mitarbeiter mit internationalen Wurzeln. Das ist ein großer Vorteil. Bei Bedarf können sie in 27 unterschiedliche Sprachen übersetzen. Dazu gehören zum Beispiel Russisch, Polnisch, Mazedonisch, Niederländisch, Slowakisch, Schwedisch, Arabisch und Chinesisch.

  
Dr. Ivan Calasan erklärt einer Patientin einen medizinischen Sachverhalt in ihrer Muttersprache Serbisch.

 



Autor

Dr. med.
Ivan Calasan

Oberarzt
Allgemein- und Viszeralchirurgie

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