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Gesundheit & Medizin | 22.07.2020

Klinik-Aufenthalt im Lockdown

Ich bin jetzt seit Ende März, also mehr oder weniger seit Beginn des Corona-bedingten Lockdowns, als Patient im Rotkreuzklinikum München. Zur Vorstellung beim onkologischen Spezialisten Prof. Christoph Salat am 23. März fuhr ich schon von Unterschleißheim in einer leeren S-Bahn nach München. Von seiner Praxis im Winthirflügel des Klinikums wurde ich nach der Bestätigung meiner Krebs-Diagnose gleich zur stationären Aufnahme überwiesen. Bis das negative Ergebnis meines SARS CoV2-Abstrichs eintraf, verbrachte ich 24 Stunden auf einer Isolierstation. Erst dann konnte ich auf die hämatologisch-onkologische Station 3.5 übersiedeln.

Während meiner ersten Chemotherapie herrschte absolutes Besuchsverbot. Ich habe sechs Wochen lang meine Ehefrau nicht gesehen. Das war schon eine psychische Belastung für alle Beteiligten. Ich habe in der Zeit gestandene Mitpatienten weinen gesehen, so sehr hat die erzwungene Isolation den einen oder die andere mitgenommen. Für mich waren das Besuchsverbot und die anderen Einschränkungen natürlich auch nicht schön, aber ich habe sie immer als unumgänglich und vor allem als zwingend erforderlich zum Schutz aller Beteiligten gesehen. Mittlerweile darf meine Frau einmal täglich zu Besuch kommen. Die gelockerte Besucherregelung sieht eine festgelegte Kontaktperson für die gesamte Dauer des Aufenthalts vor. Mit meinen Kindern und Enkeln halte ich telefonisch Kontakt.

Natürlich war die Belastung bei den Pflegekräften und Ärzten ebenso spürbar, war es für alle doch eine neue, noch weitgehend unbekannte Herausforderung. Auch wenn auf einer hämatologisch-onkologischen Abteilung aufgrund der herabgesetzten Immunabwehr der Patienten generell strenge Hygieneregeln gelten, wurden die Anforderungen nochmal nach oben geschraubt. Nicht nur das Klinikpersonal muss ständig Schutzkleidung und Masken tragen, auch wir Patienten sind bis jetzt angehalten, außerhalb der Zimmer Mund-Nasen-Maske zu benutzen sowie den Mindestabstand einzuhalten. Das gilt sowohl für den Weg zu Untersuchungen, für den Aufenthalt im wunderschönen Garten als auch beim Besuch des eingeschränkt geöffneten Kiosks.

Obwohl mir als Patient in den letzten Wochen und Monaten manchmal die Decke auf den Kopf gefallen ist, habe ich großen Respekt vor der Arbeit des Fachpersonals und der Organisationsleistung des Rotkreuzklinikums angesichts der Pandemie. Ich habe mich jederzeit sicher, kompetent und einfühlsam behandelt gefühlt. Vielen Dank dafür!

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Autor

Josef Simonini

Patient
Station 3.5

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