„Lachen wirkt, es stärkt das Immunsystem, lindert Schmerzen und gibt neuen Lebensmut“, ist auf der Homepage der Klinikclowns zu lesen. Rafal Siemko kann das nur bestätigen. Er ist seit einem Monat Patient von Prof. Dr. med. Marcus Hentrich. Der Chefarzt der Hämato-Onkologie und sein Team behandeln Patientinnen und Patienten aus dem gesamten Spektrum der Hämatologie und Onkologie. Insbesondere Betroffene mit Leukämien, Lymphomen und Multiplem Myelom sowie mit Hoden- und anderen Urogenitaltumoren finden hier fachkompetente und menschlich zugewandte Hilfe.
Siemko hat Hodenkrebs und wurde 2025 in Großhadern operiert. Jetzt sind seine Lymphknoten befallen. Der 39-Jährige fühlt sich bei Prof. Hentrich in besten Händen. „Trotz der hervorragenden Behandlung hat man doch manchmal seine Tiefs“, sagt er. Von den Klinikclowns ist er begeistert. „Sie sind eine willkommene Abwechslung, zumal wenn man im Bett liegt und über die Situation grübelt. Man vergisst für einen Moment Probleme und Beschwerden und fühlt sich gleich besser.“ Natz Schmatz (alias Nadja Tamas) und Emma Grandiosaa (alias Antje Lüdtke-Schönmann) plaudern mit Siemko auf ihrer Clowns-Visite, vermessen sein Bett, trällern ein Liedchen, jonglieren und zaubern - kurzum: sie tun gut.
Prof. Hentrich sieht die Besuche der Klinikclowns als ideale Ergänzung seiner Behandlung. „Humor ist eine wunderbare Unterstützung unserer onkologischen Therapien“, so der Chefarzt. Auch Pflegedienstleitung Carola Riedl freut sich, dass die Klinikclowns die menschlich zugewandte Pflege und Betreuung der hämatologisch-onkologischen Patientinnen und Patienten mit Humor und Leichtigkeit unterstützen. „Sie bringen Abwechslung, Ablenkung und berührende Momente in den Klinikalltag von schwerkranken Menschen“, bedankt sie sich für die Lach-Medizin.
Den spendenfinanzierten Verein KlinikClowns Bayern e.V. gibt es seit 1998. Ihre professionellen Clowns kommen zur „Visite“ in Kliniken und Pflegeheime. Die Clowns sind professionelle Künstler und werden kontinuierlich für ihre sensible Arbeit mit kranken und sterbenden Menschen geschult. Die zweiwöchentlichen Besuche auf der hämatologisch-onkologischen Abteilung des Rotkreuzklinikums werden von der BKK ProVita finanziell unterstützt.
