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Qualität & Sicherheit | 16.12.2019

Gewappnet für den Krisenfall

Wie kann eine optimale Notfallversorgung nach einem schweren Verkehrsunfall oder einem Terroranschlag in München aussehen und wie wird die allgemeine Sicherheit zügig wiederhergestellt? An Antworten auf diese Fragen arbeitet die Landeshauptstadt dauerhaft und organisiert daher immer mal wieder Katastrophenschutzübungen im großen Stil. So auch gestern Vormittag. An dem freiwilligen Einsatz hat auch die Notaufnahme unseres Klinikums teilgenommen, ebenso wie weitere Krankenhäuser, Sanitäter, Feuerwehrleute und Polizisten. Insgesamt haben rund 2.000 Personen mitgemacht.

Für die Katastrophenschutzübung, die als Vorbereitung auf die Fußball-EM 2020 angedacht war, wurden mehrere Szenarien parallel mit zahlreichen Verletzten initiiert, unter anderem eine Explosion in der Allianz-Arena. Die Opfer – allesamt natürlich nur Statisten – wurden dann in verschiedene Notaufnahmen gebracht. Bei uns im Haus habe ich zusammen mit meinem Team zehn Unfallopfer unter realen Bedingungen versorgt.

Ziel der Übung war es, unsere bestehenden Einsatzpläne, Abläufe und medizinischen Versorgungsvorräte zu überprüfen. Denn wenn es mal zu einem echten Notfall dieser Größenordnung kommen sollte, bei dem es unter Zeitdruck um etliche Menschenleben nahezu gleichzeitig geht, müssen alle Handgriffe sitzen. Besonders wichtig bei einem solchen Szenario ist die Kategorisierung von Patienten: In unserer Notaufnahme arbeiten wir nach dem sogenannten Manchester Triage-System, das vorsieht, Patienten nach Behandlungsdringlichkeit zu versorgen.

Insgesamt bin ich mit dem Ablauf der Übung zufrieden. Es gibt sicherlich einige Stellschrauben, an denen wir drehen können, aber im Großen und Ganzen sind wir gut aufgestellt. An dem Training haben sich übrigens nicht nur Ärzte und Pflegekräfte beteiligt, sondern ebenfalls Mitarbeiter aus anderen Fachbereichen. Unter anderem auch aus der Betriebstechnik. Kurioserweise musste einer der Kollegen während der Übung zu einem „echten Notfall" im Haus ausrücken, weil ein Besucher kurzzeitig im Fahrstuhl steckengeblieben war!


Um das Training so realistisch wie möglich zu gestalten, wurde diese Statisten entsprechend geschminkt und versorgt.


Zwischendurch besprachen sich die Teilnehmer immer wieder und gingen gemeinsam Pläne durch.

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Autor

Dr. med.
Johannes Maxrath

Chefarzt
Zentrale Patientenaufnahme und Notfallmedizin

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