Pankreaskrebs ist ein seltener Tumor. Sobald ein Verdacht auf eine Tumorerkrankung der Bauchspeicheldrüse besteht, ist Eile geboten. Prof. Dr. Wolfgang E. Thasler verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Diagnose und Behandlung dieser ernstzunehmenden Erkrankung. Der Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Minimalinvasive Chirurgie freut sich über die offizielle Bestätigung der hohen Behandlungsqualität durch das DKG-Zertifikat. „Es zeichnet uns aus, dass wir Patientinnen und Patienten nach aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und anhand leitliniengestützter Therapiekonzepte behandeln“, betont der Leiter des Pankreaskrebszentrums. Gemeinsam mit seinem Team hat er den Anspruch, innerhalb von drei Tagen eine Therapieentscheidung zu treffen. Innerhalb von weiteren zwei Tagen führt er ̶ falls erforderlich ̶ die operative Entfernung des Tumors durch. „Bei gutartigen Tumoren oder Entzündungen ist meist eine konservative Therapie ausreichend“, beruhigt Prof. Thasler. Häufig ist bei Pankreastumoren jedoch eine begleitende oder nachfolgende onkologische Chemo-Antikörpertherapie sinnvoll.
Bei allen Diagnostik- und Therapieverfahren arbeitet das chirurgische Team Hand in Hand mit den Gastroenterologen sowie weiteren Fachbereichen des Klinikums zusammen. Neben Medizin und Pflege sind es unter anderem die Psychoonkologie, der Sozialdienst, die Physiotherapie oder die Seelsorge. Zur bestmöglichen Versorgung der Patientinnen und Patienten pflegt das Rotkreuzklinikum mit verschiedenen internen und externen Kooperationspartnern enge fachliche Kontakte.
Mit dem jüngst erhaltenen Gütesiegel der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zählt das Pankreaskrebszentrum jetzt zu den wenigen zertifizierten Zentren für Bauchspeicheldrüsentumore in der Landeshauptstadt. Als Teil des übergeordneten Onkologischen Zentrums ist es neben dem Interdisziplinären Brustzentrum und dem Gynäkologischen Krebszentrum in der Taxisstraße sowie dem Zentrum für Hämatologische Neoplasien in der Nymphenburger Straße das vierte vollumfänglich zertifizierte Organzentrum des Rotkreuzklinikums München.
Prof. Thasler dankt allen Beteiligten für ihr Engagement, um den aufwändigen Zertifizierungsprozess erfolgreich zu absolvieren ̶ allen voran der Leitenden Oberärztin PD Dr. Urte Kunz-Zurbuchen. Doch damit legt der Chefarzt die Hände nicht in den Schoß. „Die Zertifizierungsurkunde bedeutet für unser Team einen zusätzlichen Anreiz, die Organisationsabläufe und die umfassende medizinische und individuelle Betreuung kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu optimieren“, betont auch Kunz-Zurbuchen. Gemeinsam mit Prof. Thasler versichert die Chirurgin, die Behandlung der Patientinnen und Patienten anhand fortlaufender und neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie höchster qualitätsgesicherter Kompetenz fortzuführen.