Halbschatten über München, Flying Buffet auf der Dachterrasse und rund 150 Gäste, die gebannt nach oben schauten: Am 12. August verwandelte sich das Hochhaus der Schwesternschaft München für einen Abend in die vielleicht ungewöhnlichste Fortbildungslocation der Stadt. Unter dem Titel „Sonnenfinsternis trifft Medizin" hatte das Rotkreuzklinikum München seine niedergelassenen Fachkolleginnen und -kollegen sowie Mitarbeitende des Rettungsdienstes eingeladen – zum Blick auf ein Himmelsschauspiel, das sich so schnell nicht wieder zeigt.
Zu Beginn widmete man sich in Kurzvorträgen gemeinsam der Frage, was Sonnenfinsternis und Medizin eigentlich verbindet. Zwischen Chirurgie, Unfallchirurgie, Notfallmedizin und Gefäßchirurgie entspann sich ein Streifzug durch Mythen und Fakten. Was ist wohl dran am alten Glauben, dass der Vollmond den Erfolg von Operationen beeinflusst? Nebenan übte sich der Rettungsdienst an Hands-on-Stationen in Lungensonographie, Thoraxdrainage und Koniotomie.
Anschließend ging es dahin, wo Sonnenfinsternis-Abende hingehören: auf die Dachterrasse. Bei Flying Buffet und kühlen Drinks verfolgten die Gäste live, wie sich der Mond zu rund 90 Prozent vor die Sonne schob. Für bleibende Erinnerungen sorgte eine Polaroidkamera: Schnappschüsse mit Kolleginnen und Freunden wanderten direkt in passende Fotohüllen. Bis weit nach Sonnenuntergang wurde auf der Dachterrasse noch gefachsimpelt und genetzwerkt. Gute Partnerschaften müssen schließlich gefeiert werden.
