Pressemitteilung | 07.09.2023

Rotkreuzkliniken München und Wertheim leiten Schutzschirmverfahren zur umfassenden Neuausrichtung und Sanierung ein

  • Strategische Sanierungsmaßnahmen unter dem Dach der Schwesternschaft München sollen finanzielle Stabilität der Rotkreuzkliniken an den Standorten München und Wertheim und der jeweils zugehörigen MVZ herstellen
  • Geschäfts- und Versorgungsaktivitäten bleiben im Verfahren bestehen
  • Mitglieder und Mitarbeiter der Häuser erhalten ihre Löhne und Gehälter weiter in voller Höhe
  • Rotkreuzklinik Lindenberg gGmbH führt eigenständiges Schutzschirmverfahren fort

München, den 7. September 2023 – Für die Rotkreuzklinikum München gGmbH mit beiden Betriebsstätten und die Rotkreuzklinik Wertheim gGmbH wurde vor dem Amtsgericht München am heutigen Tage die Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens eingeleitet. Von den Anträgen umfasst ist auch die MVZ Alte Grafschaft gGmbH in Wertheim sowie die Medizinisches Versorgungszentrum am Rotkreuzplatz gGmbH in München. Der Schwesternschaft München vom BRK e.V. und die Rotkreuzklinik Würzburg gGmbH sind von den Verfahren nicht betroffen. Die Einleitung der Verfahren ist Teil eines umfassenden Sanierungsplans zur Sicherung der finanziellen Stabilität der Einrichtungen unter dem Dach der Schwesternschaft München. Das bereits laufende Schutzschirmverfahren der Rotkreuzklinik Lindenberg gGmbH geht unverändert weiter.

Alexandra Zottmann, Geschäftsführerin der Klinikgesellschaften in München und Wertheim erklärt den Kurs der Sanierung: „Mit vereinten Kräften werden wir alles daransetzen, die optimale Lösung für unsere Versorgungseinrichtungen zu finden. Unsere Zielsetzung ist nämlich klar: Eine nachhaltige Sicherung unserer Standorte gewährleisten, um unsere gemeinnützige Aufgabe im Sinne einer optimalen Versorgung erfolgreich fortzuführen. Hierbei werden wir die Möglichkeiten, die uns der Sanierungsprozess bietet, bestmöglich nutzen, so wie wir es bereits im laufenden Verfahren unserer Rotkreuzklinik in Lindenberg tun."

Auslöser für die wirtschaftlich angespannte Situation der Rotkreuzklinikum München gGmbH und der Rotkreuzklinik Wertheim gGmbH und die jeweils zugehörigen MVZ sind insbesondere äußere gesundheitspolitische Gegebenheiten. Die betroffenen Einrichtungen sind durch die nicht auskömmliche Krankenhausfinanzierung bei hohen Inflationskosten und tarifbedingten Kostensteigerungen in eine finanzielle Schieflage geraten.

Edith Dürr, Generaloberin des Schwesternschaft München vom BRK e. V., sagt: „Gründliche Untersuchungen und ausführliche Abstimmungen haben uns zu dieser Entscheidung bewogen, sie ist uns wahrlich nicht leichtgefallen. Wir bündeln jetzt unsere Kräfte als Trägerschaft, indem wir auf eine interdisziplinäre und standortübergreifende Zusammenarbeit aller Einrichtungen setzen. Unser Ziel ist es, unsere Werte und Leitlinien als Schwesternschaft auch in herausfordernden Zeiten aufrechtzuerhalten. Jetzt gilt es unsere Mitglieder und Mitarbeiter noch mehr miteinzubeziehen und dabei unserer Verpflichtung gegenüber den uns anvertrauten Patienten und der regionalen Versorgung gerecht zu werden."

Die Rotkreuzkliniken München und Wertheim und die jeweils zugehörigen MVZ nutzen die Sanierungsverfahren als Chance, ihre Einrichtungen zukunftsfähig zu machen und auf die anstehenden Rahmenbedingungen der Krankenhausplanung des Bundes vorzubereiten. Im Rahmen eines Versorgungskonzepts soll so für die Häuser eine maßgeschneiderte Versorgungsstrategie entstehen, die den individuellen Anforderungen der verschiedenen Regionen an den Standorten gerecht wird. Dabei sollen die wirtschaftlich tragfähigen Komponenten der Einrichtungen langfristig stabilisiert werden.

ECKERT Rechtsanwälte wird den Prozess begleiten. Die Partner und Fachanwälte für Insolvenzrecht Dr. Mark Boddenberg und Markus Kohlstedt wurden gemeinsam zu Generalhandlungsbevollmächtigten bestimmt. Dr. Hubert Ampferl von der Kanzlei Dr. Beck & Partner ist vom Amtsgericht zum vorläufigen Sachwalter bestellt worden.

Dr. Mark Boddenberg betont: „Gemeinsam mit unserem Expertenteam werden wir einen fokussierten und effektiven Sanierungsprozess gestalten. Wir werden im Verfahren die Weichen für eine nachhaltige Neuausrichtung stellen. Es geht darum, die essenziellen Elemente der Rotkreuzkliniken in München und Wertheim und ihrer MVZ zu bewahren und gleichzeitig die notwendigen Veränderungen zu implementieren, die eine erfolgreiche Zukunft in der bayerischen Kliniklandschaft sicherstellen und den Schwesternschaft München vom BRK e.V. als Ganzes stärken."

 

Pressemitteilung inklusive FAQs für die Presse als pdf zum Download 

 


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