Im Notfall

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Rotkreuzklinikum München
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Kardiologie
Unsere Schwerpunkte

Unsere Abteilung bietet die umfangreiche Diagnose und Behandlung auf höchstem Niveau sämtlicher kardiologischen Erkrankungen. 2017 wurde unser gesamter Herzkatheterbereich erneut erweitert und auf den höchsten Stand der Technik ausgebaut. Dies ermöglicht die elektive Diagnose und Therapie koronarer Herzerkrankungen einschließlich der akuten Behandlung von Patienten mit lebensbedrohlichen Herzproblemen wie Herzinfarkten unter Einhaltung der höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Ein weiterer Schwerpunkt sind die hochspezialisierte Diagnose und Therapie von Herzrythmusstörungen (Rhythmologie), die Implantation von Herzschrittmachern, Defibrillatoren und Resynchronisationssystemen (Device-Therapie) sowie moderne nicht-invasive kardiologisch bildgebende Untersuchungsverfahren.

  • Herzkatheter

    Im neu ausgebauten Herzkatheterbereich des Rotkreuzklinikums München führen wir geplante Eingriffe durch und behandeln akute Notfälle. Den Schwerpunkt bilden die Diagnose und Therapie koronarer Herzerkrankungen und die rasche Abklärung bei Brustschmerzen nach Aufnahme über die zertifizierte Chest Pain Unit, z. B. bei akutem Herzinfarkt. Dabei können wir heute unterschiedliche invasive (in den Körper eingreifende) Verfahren einsetzen.

    Untersuchung mit dem Herzkatheter

    • Linksherzkatheter (Koronarangiographie)
      Untersuchung von Verengungen der Herzkranzgefäße und der Funktion der linksseitigen Herzklappen
    • Rechtsherzkatheter
      Untersuchung der Funktion der rechten Herzkammer und von Gefäßerkrankungen der Lunge
    • Myokardbiopsie
      Entnahme von Herzgewebe zum Nachweis feinster Gewebe- und Zellveränderungen, krankhafter Ablagerungen von Stoffwechselprodukten oder im Herzmuskel vorhandener Viren
    • Periphere Angiographie
      Diagnostische Darstellung der peripheren Arterien (z. B. Nierenarterie bei Bluthochdruck)
    • Intravaskulärer Ultraschall (IVUS)
      Darstellung von Blutgefäßen und möglichen Veränderungen mittels eines miniaturartigen Ultraschallkopfes, der im Gefäßsystem des Herzens platziert wird
    • FFR-Messung mit Druckdraht
      Messung der fraktionellen Koronarflussreserve (FFR) bei grenzwertiger Verengung von Herzkranzgefäßen zur Abklärung, ob der Herzmuskel trotz der Engstelle noch ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt wird


    Therapie mit dem Herzkatheter

    • Ballondilatation (PTCA) und Stentimplantation
      zur Aufweitung der verengten Herzkranzgefäße mit Hilfe eines Ballons (PTCA)
    • Wiedereröffnung chronischer Gefäßverschlüsse
      Wiedereröffnung chronischer Koronarverschlüsse (CTOs) mittels Ballon-Aufdehnung (Ballondollatation) und Einsetzen von Gefäßstützen (Stentimplantation)
    • Rotablation
      Verfahren zur Behandlung bei extremer Verkalkung der Koronararterien (Koronarstenose). Mit Hilfe eines diamantbesetzten, rotierenden Fräskopfes kann die arterielle Plaque abgeschliffen werden, ohne dass gesundes Gewebe beschädigt wird.
    • Perikardpunktionen
      Bei Flüssigkeitsansammlungen (Perikardergüssen) im Herzbeutel wird dieser mit einer Nadel punktiert und so entlastet.


    PDF-Download Patienteninformation: Herzkatheter – Krankheitsbilder und Verhaltensregeln für Patienten

  • Rhythmologie

    Unsere Klinik verfügt über zwei elektrophysiologische Katheterlabor welches auf dem höchstmöglichen Stand der Technik ausgestattet sind. Hier werden hochspezialisierte elektrophysiologische Untersuchungen (EPUs) durchgeführt, um die Ursache von Herzrhythmusstörungen zu diagnostizieren. Im Anschluss ist es möglich, Herzmuskelzellen, die eine Herzrhythmusstörung auslösen oder an dieser beteiligt sind mit unterschiedlichen Energiequellen gezielt und lokal begrenzt zu veröden (Katheterablation).

    Behandlung von Herzrhythmusstörungen

    • Vorhofflimmern
      Unregelmäßiger Herzrhythmus aus der oberen Herzkammer
    • Typisches und atypisches Vorhofflattern
      Kreisende Herzrhythmusstörung, die vom rechten Vorhof des Herzens ausgeht
    • AV-Knoten-Reentrytachykardie
      Gutartige Herzrhythmusstörung mit plötzlich beginnendem und wieder endendem, schnellem und regelmäßigem Herzschlag
    • Wolff-Parkinson-White-Syndrom (WPW-Syndrom)
      Angeborene zusätzliche Leitungsbahn führt zu anfallsartig auftretenden kreisenden Erregungen (Reentry) zwischen den Vor- und Hauptkammern des Herzens.
    • Fokale Vorhoftachykardie (FAT)
      Bei FAT wird der Herzrhythmus durch ein zusätzliches Schrittmacherzentrum im Bereich der Vorkammern gestört.
    • Kammertachykardie (ventrikuläre Tachykardie)
      Herzrhythmusstörung mit Ursprung in den Hauptkammern des Herzens, z. B. durch akuten oder abgelaufenen Herzinfarkt, chronische Narbenbildung des Herzmuskelgewebes, angeborene Störungen der Elektrolytkanäle


    PDF-Download Patienteninformation: Herzrhytmusstörungen – Krankheitsbild und Verhaltensregeln für Patienten


    Zertifizierung als rhythmologisches Zentrum

    Die Abteilung Innere Medizin I ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Rhythmologisches Ausbildungszentrum zertifiziert. Unsere von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifizierten Spezialisten behandeln alle Formen von Herzrhythmusstörungen aus den Herzvorhöfen oder Herzhauptkammern.


    Zum Zentrum für Herzrhythmusstörungen und Invasive Elektrophysiologie

  • Devicetherapie (Schrittmacher/ICD)

    Zu den Aufgaben des ärztlichen Teams im Herzkatheterlabor am Rotkreuzklinikum München gehört die Implantation aller verfügbaren Herzschrittmacher und ICD-Aggregate (ICD = implantierbarer Cardioverter-Defibrillator). Dafür steht uns eine Herzkatheteranlage mit hervorragender, bildgebender Qualität zur Verfügung. So können Sonden unter sterilen OP-Bedingungen schnell und optimal im Herzen der Patienten platziert werden. Die Implantation eines Herzschrittmachers oder implantierbaren Cardioverter-Defibrillators (ICD) kann bei verschiedenen Indikationen, wie z. B. Synkopen, Herzrhythmusstörungen aus den Herzkammern oder Risikopatienten mit ausgeprägter Herzschwäche nach einem Herzinfarkt, notwendig und sinnvoll werden. Zum Aufgabenspektrum der Spezialisten im Herzkatheterlabor gehören die folgenden Eingriffe:

    • Implantation eines Ein-, Zwei- oder Dreikammer-Herzschrittmachers
      Je nach Befund erhält der Patient eine, zwei oder drei Schrittmachersonden (biventrikulärer Schrittmacher).
    • Implantation eines implantierbaren Ein-, Zwei- oder Dreikammer-Cardioverter-Defibrillators (ICD)
      Der ICD erkennt lebensbedrohliche schnelle Herzrhythmusstörungen vollautomatisch und kann diese durch eine schnelle Herzstimulation oder eine Schockabgabe in der Regel zuverlässig beenden.
    • Schrittmacher- und ICD-Aggregatwechsel
      Sowohl beim Herzschrittmacher wie beim ICD-Aggregat kann es zur Batterieerschöpfung kommen. Für den Patienten besteht aber kein Grund zur Beunruhigung, denn regelmäßige Kontrolluntersuchungen zeigen frühzeitig an, wann ein Wechsel nötig wird. Dieser erfolgt in örtlicher Betäubung.
    • Implantation von kardialen Eventrekordern („implantierbares Langzeit-EKG“)
      Das Langzeit-EKG wird im Rahmen der Synkopenabklärung eingesetzt.


    PDF-Download Patienteninformation: Implantation Herzschrittmacher/ICD

  • Kardiale Bildgebung

    Die nicht-invasive kardiologische Bildgebung umfasst verschiedene Verfahren, um die Funktion des Herzens, der Herzklappen und die Durchgängigkeit der Herzkranzgefäße zu untersuchen. Dabei handelt es sich um die Echokardiographie, die Computertomographie, die Magnetresonanztomographie und um nuklearmedizinische Methoden. Diese Verfahren stellen in manchen Fällen eine Alternative zur diagnostischen invasiven Herzkatheteruntersuchung dar.

    • Echokardiographie (Herzultraschall)
      Die Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall ist neben dem Elektrokardiogramm (EKG) eine der wichtigsten nicht-invasiven Untersuchungsmethoden. Das Rotkreuzklinikum verfügt über eine hochmoderne 3D-Echokardiographie.
    • Transösophageale Echokardiographie (TEE)
      Bei dieser speziellen Form des Herzultraschalls wird ein Endoskop mit einem eingebauten Schallkopf in die Speiseröhre eingeführt. Da diese unmittelbar neben dem Herzen liegt, lassen sich so die Herzklappen beurteilen und Blutgerinnsel im Herzen entdecken. Auch hier können die Herzstruktur sowie die Herzklappen dreidimensional dargestellt werden.
    • Stressechokardiographie
      Hier wird der Herzultraschall unter Belastung durchgeführt, um mögliche belastungsabhängige Durchblutungsstörungen des Herzens zu erkennen.
    • Kardio-Magnetresonanztomographie (Kardio-MRT) mit Stress-MRT
      Das Herz des Patienten wird mit Hilfe von Magnetfeldern bildlich dargestellt. Dabei können Erkrankungen des Herzmuskels wie z. B. eine Herzmuskelentzündung erfasst werden. Durch ein Stress-MRT lassen sich die Durchblutung der Herzmuskulatur in Ruhe und unter Belastung einschätzen sowie eine eventuelle Minderversorgung des Herzmuskels mit Blut nachweisen. Das Rotkreuzklinikum verfügt über ein 1,5 Tesla Kardio-MRT der neuesten Generation.
    • Kardio-Computertomographie (Kardio-CT)
      Durch dieses radiologische Untersuchungsverfahren lassen sich die Herzkranzgefäße bildlich darstellen (Schichtaufnahmen des Herzens). Diese nicht-invasive Methode liefert ein so genaues Bild, dass bereits geringe arteriosklerotische Ablagerungen (Plaques) in der Gefäßwand sichtbar werden. Das Rotkreuzklinikum verfügt als eine der wenigen Kliniken in München über das hochmoderne Flash-CT, mit welchem Aufnahmen des Herzens sowie der Herzgefäße in Sekundenbruchteilen strahlensparend durchgeführt werden können.
    • Myokardszintigraphie
      Dieses nuklearmedizinische Untersuchungsverfahren zeigt indirekt eine mögliche Gefäßverengung am Herzen. Es liefert Informationen über die Durchblutungsverhältnisse, Vitalität und Funktion des Herzmuskels (Myokard).