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Fachveranstaltung Hämatologischer Abend am 20. Mai 2026 von 18.00 bis 20.30 Uhr. Weitere Informationen
In Deutschland erkranken jedes Jahr immer noch über 60.000 Menschen an Darmkrebs. Mit einem konsequenten Einsatz der Dickdarmspiegelung zur Krebsvorsorge könnte diese Zahl allerdings deutlich abgesenkt werden. Denn was viele nicht wissen, bei einer Darmspiegelung lassen sich gutartige Krebsvorstufen („Polypen") prophylaktisch entfernen und damit das Risiko vermeiden, dass sich diese – zu einem späteren Zeitpunkt – in bösartige Tumore umwandeln. Ist die Diagnose "Darmkrebs" gestellt, können heute mehr als die Hälfte der Patienten dauerhaft von Ihrer Krebserkrankung geheilt werden.
Die Therapie von bösartigen Darmkrebserkrankungen erfolgt in unserem Zentrum unter Einbindung aller beteiligten Fachdisziplinen. Dabei wird für jeden Tumorpatienten ein individualisiertes Behandlungskonzept erstellt. Der Behandlungsplan orientiert sich dabei stets an den aktuellen Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Deutschen Krebshilfe.
Frühstadien des Darmkrebs können in seltenen Fällen ohne „klassische" Operation behandelt werden. Hier kann eine endoskopische oder chirurgisch lokale Abtragung ausreichend sein, bei der nur der tumortragenden Darmwandanteil entfernt wird. In den meisten Fällen ist jedoch die vollständige chirurgische Entfernung des tumortragenden Darmabschnittes mit Lymphabflussgebiet erforderlich. Die Qualität der Operation ist dabei entscheidend für den weiteren Krankheitsverlauf und die Prognose des Patienten. Standard in unserer Abteilung ist die Operation in Schlüssellochtechnik. Dieses besonders schonende Operationserfahren hat den Vorteil, dass es die Schmerzen reduziert, die Erholungsphase nach der Operation verkürzt und die Langzeitergebnisse in der Krebstherapie gegenüber der konventionellen Operation mit Bauchschnitt begünstigt.
Inwieweit eine Chemotherapie oder Strahlentherapie die Operation flankieren muss und in welcher Abfolge die einzelnen Behandlungsschritte zur Anwendung kommen wird individuell für jeden einzelnen Patienten im „interdisziplinären Tumorboard" festgelegt. In diesem Rahmen tagen regelmäßig alle Fachexperten gemeinsam unter dem Dach des „Onkologischen Zentrums". Ständige Mitglieder dieses Gremiums sind die Gastroenterologie, Chirurgie, Hämatoonkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie. Bei individueller Notwendigkeit werden weitere Disziplinen wie die Urologie oder Psychoonkologie mit eingebunden.
Die Tumornachsorgeempfehlungen folgen den Vorgaben der Leitlinie. Diese werden in der Regel wieder durch Ihren Hausarzt veranlasst. Bei den meisten Patienten bestätigen die Nachsorgeuntersuchungen den anhaltenden Erfolg der Tumortherapie. Bei ca. 40% wird im weiteren Verlauf ein Rückfall diagnostiziert. Dieser kann im eigentlichen Tumorgebiet auftreten und entspricht dann einem „Lokalrezidiv". Der Rückfall kann sich aber auch in anderen Organen wie z.B. Leber, Lunge oder Bauchfell manifestieren und entspricht dann einer „Metastasierung", also einer Bildung von Tochtergeschwülsten. Auch diesen Patienten kann am onkologischen Zentrum kompetente Hilfe angeboten werden. Dabei kommen heutzutage auch bei diesen Patienten vielfach noch kurative Therapiekonzepte zum Einsatz.
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