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Veranstaltung | 25.04.2017

Im Herzen des Himalayas

Operationen in Bhutan sind eine Familienangelegenheit. Berührungsängste mit Medizin und Krankheiten gibt es kaum. Was beim Patienten herausgeschnitten wird, landet im Nachgang nicht selten auf einem Präsentationstisch für die anwesenden Angehörigen – die wollen nämlich ganz genau sehen und verstehen, was bei einem Eingriff gemacht wurde. Diese und andere Besonderheiten aus dem Klinikalltag in Bhutan waren Thema gestern beim Vortragsabend „Medizinische Entwicklungshilfe im Herzen des Himalayas" im Rotkreuzklinikum.

Bei dem Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang E. Thasler, Chefarzt für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie im Haus, erfuhren 90 Zuhörer anschaulich, was Prof. Thasler während seiner zwei Gastaufenthalte in Bhutan als Experte für onkologische Chirurgie erlebt hat. Im Anschluss an seinen Vortrag gab unser derzeitiger bhutanischer Gastarzt, Dr. P Jamtsho, Einblicke in das Gesundheitswesen in Bhutan: Das größte Problem in der Heimat von Dr. Jamtsho ist der Mangel an medizinischen Fachkräften und Know-how beim Bedienen komplexer Medizintechnik. Ein gespendetes Dialysegerät steht deshalb schon seit Jahren ungenutzt im örtlichen Krankenhaus.

Bhutan ist ein kleiner Staat im Himalaya-Gebirge und war bis vor wenigen Jahrzehnten eines der isoliertesten Länder der Welt. Dementsprechend besteht auch im Bereich der medizinischen Versorgung und der Ausbildung von Ärzten und Pflegepersonal ein hoher Nachholbedarf.

Seit 2016 besteht deshalb zwischen dem Rotkreuzklinikum München, dem Universitätsklinikum der LMU München und der Medizinfakultät der Keshar Gyalpo University of Medical Sciences (KGUMS) in Thimphu in Bhutan eine Partnerschaft zur Förderung der medizinischen Ausbildung. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit reisen erfahrene Münchner Mediziner regelmäßig nach Timphu und unterstützen während ihres Aufenthalts die Ausbildung der Kollegen. In Zukunft soll der Austausch mit dem Rotkreuzklinikum und Bhutan noch enger werden. So wurde im Anschluss an den Vortragsabend mit der Unterzeichnung eines offiziellen Memorandums mit dem Staat Bhutan ein weiterer wichtiger Meilenstein gelegt.


Mit Handschlag besiegelten Prof. Dr. Karl-Walter Jauch und Dr. P Jamtsho das Memorandum zwischen der Medizinfakultät in Bhutan und dem Rotkreuzklinikum München sowie dem Klinikum der LMU. Prof. Dr. Wolfgang E. Thasler (l.), Prof. Dr. Heinrich Stiegler und Klinikdirektorin Tanja Groh
freuen sich auf weitere Projekte mit dem Staat im Herzen des Himalayas.


Krankenhaus-Küchenchef Andreas Popovits und sein Team haben den 90 Gästen nach dem Vortrag ein wunderbares asiatisches Buffet gezaubert.

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Autor

Tanja Groh

Krankenhausdirektorin

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