Im Notfall

Notaufnahme Rotkreuzklinikum München 
Tel. 089/1303-2543 (24 Stunden besetzt)

Zur Abteilung für Zentrale Patientenaufnahme und Notfallmedizin

Adresse:
Rotkreuzklinikum München
Erdgeschoss 
Nymphenburger Straße 163 
80634 Mün­chen 
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Geburtshilfliche und gynäkologische Notfälle 
Tel. 089/1303-30 (24 Stunden besetzt)

Adresse:
Rotkreuzklinikum München Frauenklinik 
Erdgeschoss
Ta­xis­stra­ße 3 
80637 Mün­chen 
Anfahrt

Weitere Notrufnummern:
Notruf für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst: 112
Kassenärztliche Notrufnummer: 116 117

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Hygienemanagement
Modern, sicher, patientenorientiert 

Hygiene in der Klinik bedeutet, dass nicht nur Reinigungskontrollen im Vordergrund stehen, sondern die zunehmend komplexeren Abläufe im klinischen Alltag ohne Verlust der größtmöglichen Patientensicherheit ablaufen können.

Hierzu gehören Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionsketten (wie Händehygiene, Isolierungs- und Desinfektionsmaßnahmen), Surveillance (Erfassung und Bewertung von Infektionen), die sachgerechte Aufbereitung von Medizinprodukten und ein verantwortungsvoller Umgang mit Antibiotika. Zu Letzterem gibt es so genannte ABS-Teams in jedem unserer Häuser, die sich dem „antibiotic stewardship“ verschrieben haben und sorgfältig abwägen, ob, und wenn ja, welches Antibiotikum das richtige ist. Sie setzen sich aus spezialisierten Fachärzten aus allen Fachabteilungen zusammen.

Bei den Rotkreuzkliniken der Schwesternschaft München wurde 2012 eine ärztliche Stabsstelle für „Hygiene und klinische Mikrobiologie“ geschaffen, die direkt bei der Geschäftsführung angesiedelt ist. In allen Kliniken wird unter Einhaltung der Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) eine moderne patientenorientierte Hygiene gelebt. Darüber hinaus nehmen alle an externen Infektions-Surveillance-Modulen des RKI teil (KISS-Surveillance). Dabei werden selbstverständlich auch die gesetzlichen Vorgaben durch das Infektionsschutzgesetz (IfSG) und länderspezifische Hygiene-Verordnungen (Bayerische MedHygV) befolgt.

  • Hygieneteams: Engagiert, erfahren, effektiv

    In jeder Rotkreuzklinik sind vor Ort spezialisierte Hygieneteams im Einsatz. Ihre zentrale Aufgabe ist die Prävention von Infektionen im Krankenhaus sowie die konkrete Bekämpfung multiresistenter Erreger (z. B. MRSA/ Noroviren).

    Wer gehört zum Hygieneteam?

    Unsere hochspezialisierten Teams setzen sich an jedem Standort zusammen aus:
    • einem Krankenhaushygieniker – das ist ein Facharzt mit abgeschlossener Facharzt-Weiterbildung „Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie" oder „Hygiene und Umweltmedizin"
    • mindestens einer Hygienefachkraft (HFK) – das ist eine examinierte Pflegekraft mit mindestens 3-jähriger Tätigkeit und 2-jähriger berufsbegleitender Zusatzausbildung
    • einem Hygienebeauftragten Arzt (HBA) für jede medizinische Hauptabteilung – das ist ein klinischer Facharzt mit zusätzlicher Weiterbildung
    • einer Hygienebeauftragten Pflegekraft (HBP) pro Station – das ist eine examinierte Pflegekraft mit mindestens 3-jähriger Tätigkeit und zusätzlicher Weiterbildung

    Wie und wo sind Hygieneteams aktiv?

    Hygiene im Krankenhaus beginnt mit der Aufklärung und Information der Mitarbeiter. Diese werden bei uns laufend und berufsgruppenspezifisch geschult. Die Schulung erfolgt gesondert für die verschiedenen Berufsgruppen. So gibt es spezielle Schulungen für die Belange der Ärzte, der Pflege, der Physiotherapie und natürlich auch für das Küchenteam, die Betriebstechnik sowie das Reinigungspersonal. Dabei liegt ein wichtiger Fokus auf der korrekten Händehygiene.

    Zentrale Aufgabe des Hygieneteams ist die laufende Überwachung (Surveillance) von im Krankenhaus auftretenden Keimen und die konkrete Unterstützung und Beratung der behandelnden Ärzte und Pflegekräfte.

    Eine weitere zentrale, vom Gesetzgeber geforderte Aufgabe der Hygieneteams ist die Festlegung von Hygienemaßnahmen in einem Hygieneplan und deren laufende Überwachung. Dazu werden regelmäßig alle Bereiche der Klinik (Stationen, OP, Funktionsabteilungen, Küche, Technikräume usw.) begangen und die Einhaltung der Maßnahmen überprüft. In allen akuten Situationen reagieren die Teams umgehend mit der Optimierung von Standard-Abläufen, z. B. bei Notwendigkeit der Isolierung oder bei besonderen Infektionskrankheiten. Dabei leisten sie konkrete Hilfestellung für die Mitarbeiter der betroffenen Station.

    Ein wichtiger Schwerpunkt ist auch die sogenannte Technische Krankenhaushygiene. Hierzu gehört die Überprüfung des Trink- und Badewassers ebenso wie die Überwachung der Raumluftanlagen besonders in Risikobereichen, z. B. im OP, auf der Intensivstation bzw. Neugeborenen-Intensivstation (NIPS) oder in der Hämato-Onkologie. Ein weiterer Fokus liegt auf der laufenden Kontrolle aller Reinigungs- und Desinfektionsprozesse bei der Instrumentenaufbereitung in der Zentralsterilisation und Endoskopie sowie bei Steckbecken-Spülgeräten und anderen Aufbereitungs-Geräten.

    In der Hygienekommission werden zusammen mit der Krankenhausleitung hygienerelevante Themen und Beschaffungen erörtert und entschieden.

  • Hygiene am Rotkreuzklinikum München

    Im Rotkreuzklinikum München werden alle Hygienemaßnahmen laufend an den jeweils neuesten Stand angepasst. Dabei sorgt unser umfassendes, modernes Hygienemanagement für deren lückenlose Umsetzung. Vier Hygienefachkräfte sowie die festangestellte Krankenhaushygienikerin und eine klinische Mikrobiologin sind für die vielfältigen Aspekte des Themas Hygiene und die Infektionsprävention zuständig. Unterstützt werden sie von sechs hygienebeauftragten Ärzten und hygienebeauftragten Pflegekräften auf jeder Station. Täglich finden interdisziplinäre Intensiv-Visiten mit Beteiligung der klinischen Mikrobiologin statt. Dabei können infektiologische Fragestellungen sowie Fragen zur rationalen Antibiotikatherapie geklärt werden. Die verschiedenen Abteilungen des Hauses haben die Möglichkeit, mikrobiologisch-infektiologische Konsile anzufordern. Bereits seit Ende 2012 gibt es im Rotkreuzklinikum ein interdisziplinäres Antibiotic-Stewardship (ABS) -Team, das unter Berücksichtigung der lokalen Resistenzlage hausinterne Antibiotikatherapie-Leitlinien erarbeitet.
    Bei Fragen können uns unsere Patienten und deren Angehörige gerne über das Stationspersonal kontaktieren.